Stipendiaten

Campanula Cello, Kopf gedreht
Campanula Cello, Kopf gedreht

Der Verein Campanula Musica e.V. möchte junge hochbegabte MusikstudentInnen in ihrer Entwicklung fördern. Das Spielen auf der Campanula hat Rückwirkungen auf das Spielen der klassischen Streichinstrumente. Die Erweiterung des Klangraumes und das Nachschwingen der Resonanzsaiten führt die jungen Musiker zu einem entspannteren Spiel. Dadurch werden komplizierte spieltechnische Vorgänge klarer und Lösungen aufzeigbar. Der Klang der Campanula wirkt wie eine zusätzliche Inspirationsquelle und läßt musikalische Vorgänge in anderer Beleuchtung aufscheinen. Dies hilft den Musikern, die Musik jenseits von perfekter technischer Darbietung als seelischen Vorgang zu begreifen.

Neben technisch-musikalischer Hilfestellung bietet die Campanula den jungen Musikern und Musikerinnen zahlreiche Möglichkeiten, klanglich zu experimentieren und das eigene musikalische Ausdrucksrepertoire zu erweitern. Die Campanula animiert zum freien musikalischen Fantasieren. Diese Erfahrungen lassen sich auf das klassische Instrument übertragen und erweitern auch dort die Spielvariabilität.

Interessierte Studenten und Studentinnen der Streicherklassen der Musikhochschulen können mit uns Kontakt treten, um sich für ein Stipendium zu bewerben. Sie erhalten dann die Campanula für ein halbes Jahr kostenfrei zur Verfügung, um damit zu experimentieren und Erfahrungen zu sammeln. In den Konzerten des Vereins werden die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentiert und durch eine finanzielle Zuwendung honoriert.

„Die Campanula schenkt mir ein Stück musikalische Freiheit. Diese erlebte Freiheit versuche ich auf mein klassisches Instrument zu übertragen. Indem ich den Resonanzklang der Campanula-Viola auch auf dem klassischen Instrument suche, kann ich klanglich ganz anders arbeiten.“   

Marc Kopitzki, Viola
Student an der Hochschule für Musik, Lübeck und Stipendiat von Campanula Musica e.V.

 

Campanula-Bericht von Stipendiat Konstantin Bruns, Violoncello
Student an der Hanns-Eisler Musikhochschule Berlin bei Prof. Forck

Ich spiele seit dem Sommer 2016 regelmäßig auf einem Campanula-Cello und denke, dass sich dieser Einfluss auch positv auf mein Spiel auf meinem „klassischen“ Violoncello ausgewirkt hat.

Man lernt,  sich mehr Zeit zu nehmen und dem Klang im Raum noch genauer nachzulauschen, was besonders der Differenzierung und der Phrasierung zu Gute kommt.

Spieltechnisch befreit einen das Musizieren auf einer Campanula meiner Meinung nach vor allem in der Bogenhand, da die Ansprache des Klangs durch die Resonanzsaiten deutlich verbessert ist. Durch diese gewonnene Freiheit gelingen auch technisch anspruchsvolle Stellen mit einer größeren Leichtigkeit.

Der kirchenähnliche Nachhall im Inneren der Campanula wirkt auf mich sehr beruhigend und gibt mir Möglichkeit, mit dem ganzen Körper in den Klang und die Musik einzutauchen, ohne dabei über technische Belange nachzudenken.

Ich fände es spannend, die Campanula Instrumente einem noch größeren Publikum zu präsentieren und dabei wirklich auf die Vorteile der Campanula einzugehen – Freiluftonzerte oder Konzerte in Sälen mit eher „trockener“ Akustik könnten hierfür ein Weg sein. Auch eine direkte Gegenüberstellung von Cello und Campanula könnte ich mir dabei vorstellen, um die verschiedenen Eigenschaften und Stärken beider Instrumentengruppen individuell aufzuzeigen.

Die Hauskonzerte bei Georg Faust in der Villa Campanula sind ein sehr guter Start für die Campanulas. Die große Nachfrage und die Begeisterung des Publikums sprechen für eine sehr abwechslungsreiche und gelungene Programmplanung. Mir als Musiker macht es dabei große Freude, in verschiedensten Ensembles aufzutreten und ich verspüre auch auf der Bühne eine große musikalische Freiheit, wenn wir gemeinsam musizieren.

Die Reise nach Cremona war natürlich ein Highlight meiner bisherigen „Campanula-Laufbahn“. Von der Organisation bis zum Wetter hat einfach alles gestimmt. Ich werde die gemeinsame Zeit und unsere kleinen Konzerte in Cremona  in sehr guter Erinnerung behalten.

In diesem Sinne möchte ich mich auch ganz herzlich bei meiner Sponsorin Angelika Kaltenbach bedanken, die mir dieses tolle Erlebnis ermöglicht hat!
Vielen Dank!!!

Konstantin Bruns, Stipendiat von Campanula Musica e.V. 2016/17